HYDE

HYDE auf der BAU 2027

11.–15. Jan. 2027Messe MünchenHalle C4Stand 523
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Fail-safe oder Fail-secure: was ein elektrisches Schloss bei Stromausfall tut und wie man es spezifiziert

Ein elektrisches Schloss im Fail-safe-Modus (Ruhestromprinzip) entriegelt, wenn der Strom wegfällt; im Fail-secure-Modus (Arbeitsstromprinzip) bleibt es verriegelt. Hier steht, welche Geräte es in welcher Form gibt, warum ein Fail-secure-Schloss mit mechanisch freiem Ausgang nie jemanden einschließt, wie Brandschutztüren und Treppenhaustüren die Antwort ändern und was auf die Bestellung gehört.

Johnson Liu

Digitale Kommunikation, Canton HylandMA Digitale Medien, Johns Hopkins University

EPT01 door power transfer device, original catalog photograph.

Ein Fail-safe-Schloss entriegelt, wenn sein Strom wegfällt. Ein Fail-secure-Schloss bleibt verriegelt, wenn sein Strom wegfällt. Das ist die ganze Definition, und beide Begriffe beschreiben die gesicherte Seite der Tür: den Außendrücker, den Türöffner oder den Magneten, der Unbefugte draußen hält. Keiner der beiden Begriffe sagt etwas darüber, ob Personen drinnen hinauskommen; bei einer richtig spezifizierten Tür können sie es immer.

Entschieden wird pro Tür, nicht pro Gebäude oder Produktlinie. Eine Außentür, eine Treppenhaustür, ein Serverraum und eine Bürotür am Flur im selben Projekt können jeweils eine andere Antwort brauchen, und die Antwort hängt davon ab, was bei einem Stromausfall geschehen muss und was bei einem Feueralarm, und das ist nicht immer dasselbe Ereignis.

Was beide tun, wenn der Strom wegfällt

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Was beide tun, wenn der Strom wegfällt
Strom anVerriegeltEntriegelt
Strom wegEntriegeltVerriegelt
Andere BezeichnungenRuhestromprinzip, electrically locked (EL), power to lockArbeitsstromprinzip, electrically unlocked (EU), power to unlock
Wann es Strom ziehtDie ganze Zeit, in der es verriegelt istNur während der Freigabe
Ausgang innenFrei, mechanischFrei, mechanisch, bei einem Schloss mit mechanisch freiem Ausgang

5 rows · Ursprüngliche Reihenfolge

Die Zeile, die in der Praxis am meisten zählt, ist die vierte. Ein Fail-safe-Gerät zieht Strom, solange es verriegelt ist, also den größten Teil seiner Lebensdauer. Ein Fail-secure-Gerät zieht nur während der Freigabe Strom, es sei denn, die Anlage hält es während der Geschäftszeiten entriegelt. Das bestimmt die Größe des Netzteils und der Notstromversorgung, und es ist ein Grund, warum man den Modus nicht beiläufig auf der Baustelle ändert.

Welche Geräte es in welcher Form gibt

Elektrische Türöffner. Der Türöffner ersetzt das feste Schließblech in der Zarge, das Schloss in der Tür bleibt mechanisch. Türöffner werden in beiden Modi gebaut, und viele lassen sich vor Ort umstellen. Ein Fail-safe-Türöffner gibt die Falle frei, wenn der Strom ausfällt, sodass sich die Tür von außen aufdrücken oder aufziehen lässt. Ein Fail-secure-Türöffner hält die Falle weiter, und die Tür bleibt zu, bis jemand einen Schlüssel oder den Innendrücker benutzt.

Magnetschlösser. Ein Elektromagnet an der Zarge hält eine Ankerplatte aus Stahl an der Tür. Die Haltekraft besteht nur, solange Strom fließt; ein Magnetschloss ist daher von Natur aus fail-safe, ein Fail-secure-Magnetschloss gibt es nicht. Es hat auch keine Falle, sodass im Moment der Freigabe gar nichts mehr die Tür hält. Deshalb werden Magnetschlösser an Rettungswegen mit zusätzlichen Freigabemitteln ausgestattet, etwa einem Sensor oder Taster auf der Innenseite und einer Aufschaltung auf die Brandmeldeanlage, und deshalb regeln viele Rechtsordnungen sie gesondert.

Elektrifizierte Einsteckschlösser und Bohrschlösser (cylindrical locks). Falle und Innendrücker sind mechanisch, wie bei jedem Schloss. Der Strom steuert, ob der Außendrücker die Falle zurückzieht. Beide Modi werden gebaut, und bei vielen Produkten wird der Modus vor der Lieferung im Schlosskasten eingestellt; er muss also auf der Bestellung stehen. Der Innendrücker zieht die Falle zurück, was immer der Strom gerade tut.

Elektrifizierte Panikverschlüsse. Panik- und Notausgangsverschlüsse werden auf zwei verschiedene Arten elektrifiziert, die man leicht verwechselt. Ein elektrifizierter Außenbeschlag erfüllt dieselbe Aufgabe wie bei einem Schloss: Er entscheidet, ob der Außendrücker funktioniert, und es gibt ihn fail-safe oder fail-secure. Der elektrische Fallenrückzug zieht die Falle ein, sodass sich die Tür von innen aufdrücken oder von außen aufziehen lässt, ohne etwas zu betätigen, das elektrische Gegenstück zur mechanischen Tagesentriegelung. Fällt sein Strom weg, fährt die Falle wieder aus, und die Tür rastet beim nächsten Schließen ein; ob die Außenseite dann verriegelt ist, hängt vom Außenbeschlag ab. Die Stange innen öffnet die Tür in jedem Fall.

Warum Fail-secure niemanden einschließt

Der übliche Einwand gegen Fail-secure lautet, es schließe bei Stromausfall Menschen ein. Bei einem Schloss mit mechanisch freiem Ausgang tut es das nicht, denn der Strom hat nie auf die Innenseite gewirkt. Magnetspule oder Motor sitzen zwischen Außendrücker und Falle. Der Innendrücker oder die Druckstange eines Panikverschlusses ist mechanisch mit der Falle verbunden und zieht sie bei jeder Betätigung zurück. Ein Stromausfall ändert, was für jemanden vor der Tür geschieht, und ändert nichts für jemanden drinnen.

An einer Fluchttür ist Fail-secure also kein Kompromiss. Die Außenseite bleibt verriegelt, was eine Außentür oder ein Lager bei Stromausfall braucht, und die Innenseite bleibt frei, was der Rettungsweg braucht. Was Fail-secure allerdings braucht, ist eine mechanische Schlüsselübersteuerung von außen: Ohne sie kann niemand die Tür von außen öffnen, bis der Strom zurück ist. Das Gerät, das so nicht arbeiten kann, ist das Magnetschloss, oder alles andere, was die Tür ohne mechanische Freigabe auf der Innenseite hält. Sein Ausgang hängt vollständig davon ab, dass der Strom abgeschaltet wird, und deshalb kann es nur fail-safe sein.

Brandschutztüren, Treppenhaustüren und der Feueralarm

Eine Brandschutztür hat eine andere Aufgabe als eine Fluchttür. Eine Fluchttür muss Menschen hinauslassen. Eine Brandschutztür muss im Brandfall geschlossen und eingerastet bleiben, denn ein Flügel, den nur ein Türschließer gegen eine sich in der Hitze verziehende Zarge drückt, ist keine Barriere. An einer Brandschutztür lautet die Frage also nicht nur, ob die Außenseite verriegelt ist, sondern ob die Falle noch im Eingriff ist.

Hier verhalten sich Türöffner und Schloss unterschiedlich. Ein Fail-safe-Türöffner gibt die Falle frei, wenn der Strom ausfällt, und bei einem Brand fällt der Strom oft aus; die Tür bleibt also genau dann ohne Falleneingriff, wenn sie am dringendsten einrasten müsste. Türöffner für Brandschutztüren sind deshalb in der Regel fail-secure, und den Ausgang stellt das Schloss in der Tür sicher. Ein Fail-safe-Elektroschloss ist anders: Nur der Außendrücker wird freigegeben, die Falle bleibt ausgefahren und die Tür rastet weiter ein. So kann eine Brandschutztür fail-safe sein und trotzdem einrasten.

Treppenhaustüren zeigen, warum das zählt. Viele Vorschriften erlauben, Treppenhaustüren von der Treppenhausseite her zu verriegeln, damit niemand auf andere Geschosse gelangt, verlangen aber, dass sie bei Feueralarm oder Stromausfall entriegeln, damit jemand in einem sich mit Rauch füllenden Treppenhaus zurück auf ein Geschoss kommt. Die übliche Lösung ist ein Fail-safe-Elektroschloss: Die Falle bleibt im Eingriff, und bei Alarm wird der Drücker auf der Treppenhausseite freigegeben. Die genaue Regel und für welche Geschosse sie gilt, kommt aus der örtlichen Vorschrift und von der zuständigen Behörde, nicht vom Beschlag.

Der Feueralarm ist der zweite Freigabeweg. In einer typischen Installation schaltet das Alarmsignal den Fail-safe-Geräten an den Rettungswegen den Strom ab, und dasselbe Signal löst die Haftmagnete der Feststellanlagen, damit Brandschutztüren schließen. Eine Notstromversorgung hält ein Fail-safe-Schloss bei einem gewöhnlichen Stromausfall verriegelt, was an Außentüren oft gewünscht ist, aber der Feueralarm muss dem Schloss trotzdem den Strom abschalten können; beides wird mit dieser Priorität verdrahtet. Fail-secure-Geräte reagieren nicht auf einen Stromausfall, an diesen Türen brauchen Einsatzkräfte also einen Schlüssel oder einen anderen Zugang. In Europa fällt eine Tür in einem Rettungsweg, die elektrisch verriegelt und elektrisch freigegeben wird, unter EN 13637, die Norm für elektrisch gesteuerte Fluchttüranlagen; wo der Strom nur die Außenseite steuert oder die Tür überwacht und sich die Innenseite mit einer mechanischen Stange oder einem Drücker öffnet, bleibt das Gerät ein Gerät nach EN 1125 oder EN 179.

So steht es auf der Bestellung

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So steht es auf der Bestellung
GerätElektrischer Türöffner, Magnetschloss, elektrifiziertes Einsteck- oder Bohrschloss, elektrifizierter Außenbeschlag eines Panikverschlusses oder elektrischer FallenrückzugJedes verhält sich bei Stromausfall anders
Modus bei StromausfallFail-safe oder fail-secure, pro TürViele Produkte werden vor der Lieferung eingestellt
Spannung12 oder 24 Volt, AC oder DC, passend zum NetzteilFalsche Spannung heißt: Das Schloss schaltet nicht oder wird heiß
ÜberwachungFallenkontakt, Ausgangstaster (Request-to-Exit), Türkontakt, SchlossstatusMit dem Schloss bestellte Kontakte ersparen Nacharbeit auf der Baustelle
KabelwegVerdeckter Kabelübergang, Stromübertragungsband oder aufliegender KabelschlauchDas Schloss sitzt im beweglichen Flügel, der Strom in der Zarge
BrandschutztürJa oder neinEntscheidet, ob ein Fail-safe-Türöffner zulässig ist
DIN-Richtung und FunktionWie bei jedem mechanischen SchlossDer elektrische Teil ersetzt nicht die mechanische Türliste

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Die Spannung verdient einen eigenen Satz. Elektrifizierte Beschläge werden üblicherweise für 12 oder 24 Volt DC gebaut, manche für beide Spannungen, und der Wert auf der Bestellung muss dem entsprechen, was das Netzteil an der Tür liefert. Die Stromaufnahme wird pro Produkt angegeben, und das Netzteil muss für alle Geräte ausgelegt sein, die es gleichzeitig speist, einschließlich der Fail-safe-Geräte, die den ganzen Tag Strom ziehen.

Wie das Kabel in die Tür kommt

Außer bei Türöffnern und Magnetschlössern sitzt die elektrische Komponente im Türflügel, und der Flügel bewegt sich. Das Kabel muss die Bandseite des Spalts überqueren, ohne gequetscht oder bis zum Bruch gebogen zu werden. Es gibt drei gängige Wege: einen aufliegenden Kabelschlauch, ein Stromübertragungsband oder einen verdeckten Kabelübergang. Unser EPT01 gehört zur letzten Art. Sein Datensatz beschreibt ein Gerät aus Edelstahl 316, das in Türkante und Zarge eingebaut wird, mit einem flexiblen Stahlschutzschlauch für ein Kabelbündel bis Ø5/16 in (8 mm). Es ist für DIN links und DIN rechts verwendbar, in Edelstahl satiniert 630/US32D ausgeführt, und sein Datensatz nennt Scharnierbänder, durchgehende Bänder und Zapfenbänder mit einem Versatz unter 3/4 in (19 mm). Bei geschlossener Tür ist er unsichtbar; bei offener Tür ist der Schutzschlauch im Spalt zu sehen. Ein Kabelübergang führt Leitungen und sonst nichts. Er entscheidet nicht über fail-safe oder fail-secure und macht aus einem Schloss kein Elektroschloss. Zählen Sie die Adern, die das Schloss, seine Überwachungskontakte und ein etwaiger Ausgangstaster brauchen, und prüfen Sie, ob das Bündel in den Kabelübergang passt, bevor die Bestellung rausgeht.

Häufige Fehler

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Häufige Fehler
Fail-safe-Türöffner an einer BrandschutztürDie Tür ist bei Stromausfall nicht eingerastet
Magnetschloss ohne unabhängige Freigabe innenDas Hinauskommen hängt an einem Sensor und einer Steuerung
Fail-secure ohne mechanische SchlüsselübersteuerungNiemand kommt von außen hinein, bis der Strom zurück ist
Fail-safe an einer Außentür ohne NotstromversorgungJeder Stromausfall entriegelt das Gebäude
Modus der Inbetriebnahme überlassenVor der Lieferung eingestellte Produkte kommen im falschen Modus an
Kein Kabelweg in der TürlisteDas Schloss kommt an, ohne dass Strom zu ihm gelangen kann
Elektrischer Fallenrückzug als Fail-safe-Außenbeschlag bestelltZwei verschiedene Funktionen verwechselt; die Außenseite tut nicht, was gedacht war

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Drei Fragen pro Tür klären das meiste: Was muss die Außenseite bei Stromausfall tun, was muss bei Feueralarm geschehen, und ist es eine Brandschutztür? Beantworten Sie diese drei in der Türliste, und Gerät, Modus und Bestellzeile ergeben sich daraus.

Fragen, die dieser Beitrag beantwortet

Was ist der Unterschied zwischen Fail-safe- und Fail-secure-Schlössern?

Ein Fail-safe-Schloss (Ruhestromprinzip) entriegelt, wenn sein Strom wegfällt; ein Fail-secure-Schloss (Arbeitsstromprinzip) bleibt verriegelt, wenn sein Strom wegfällt. Beide Begriffe beschreiben die gesicherte Außenseite der Tür. Bei einem Schloss mit mechanisch freiem Ausgang öffnet der Innendrücker oder die Druckstange die Tür in beiden Fällen.

Schließt ein Fail-secure-Schloss bei Stromausfall Menschen ein?

Nicht bei einem Schloss mit mechanisch freiem Ausgang. Der Strom steuert nur den Außendrücker oder den Türöffner; Innendrücker oder Druckstange sind mechanisch mit der Falle verbunden und ziehen sie jedes Mal zurück. Ein Stromausfall hält die Außenseite verriegelt und lässt die Innenseite frei. Nötig ist allerdings eine mechanische Schlüsselübersteuerung außen, sonst kommt niemand hinein, bis der Strom zurück ist.

Sind Magnetschlösser fail-safe oder fail-secure?

Immer fail-safe. Ein Magnetschloss hält die Tür nur, solange Strom fließt, und hat keine Falle; eine Fail-secure-Ausführung gibt es daher nicht. An Rettungswegen braucht es zusätzliche Freigabemittel, etwa einen Sensor oder Taster innen und eine Aufschaltung auf die Brandmeldeanlage, und viele Rechtsordnungen regeln es gesondert.

Darf ein Fail-safe-Schloss an einer Brandschutztür eingesetzt werden?

Das hängt davon ab, welches Teil fail-safe ist. Ein Fail-safe-Elektroschloss gibt nur den Außendrücker frei; die Falle bleibt ausgefahren und die Tür rastet weiter ein. Ein Fail-safe-Türöffner gibt bei Stromausfall die Falle frei und lässt eine Brandschutztür ohne Falleneingriff zurück; Türöffner für Brandschutztüren sind deshalb in der Regel fail-secure.

Was muss ich bei der Bestellung eines Elektroschlosses angeben?

Pro Tür: die Geräteart, fail-safe oder fail-secure, die Spannung (üblich 12 oder 24 Volt DC) passend zum Netzteil, die Überwachungskontakte, den Kabelweg über die Bandseite, ob es eine Brandschutztür ist, sowie DIN-Richtung und Funktion wie bei jedem mechanischen Schloss.

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